Röcke für Männer - nicht unmännlich

 

DER ROCK - EIN BEINKLEID FÜR ALLE

 

Urzeit

Eines der ersten Kleidungsstücke der Menschheit

war ein Rock: Für Mann, Fau und Kind!

Dieser Rock der Urzeit war vermutlich aus einem Stück Fell eines Beutetieres. Dieses Fell band man sich um die Hüfte: Wickelrock.

 

Antike

In der Antike (Griechen, Römer) gab es Gewänder für die gehobenen Schichten. Diese waren aus edlen Stoffen und mit goldbändern verziert. Das gewöhnliche Volk trug Röcke oder ganze Kleider, die etwas weniger pompös waren

 

Mittelalter

Der Mann des frühen Mittelalters trug über der hemdartigen Untertunika die kurze, mit Bordüren besetzte Dalmatica in Kreuzform, Ober- und Nederhosen sowie Schlupfstiefel.
Rechts: Zeichen des hohen Standes: Schnabelschuhe und die gelockte, gepflegte Haarpracht.

 

 

Renaissance

Links: Die typische Mode der italienischen Frührenaissance. Die wuchtige Zamarra. Darunter das bortenbesetzte Doublet mit durch Goldkordel verschlossenem Ausschnitt und den Ursprüngen der Schlitzmode, die das weite, gefädelte Hemd zeigten.
Rechts: Renaissance Edelmann. Gelber Seidendamast mit schwarzen Samtbändern, dekorativ bestickte Handschuhe.

 

 

Barock

Geradezu grandios war die Inszenierung des höfischen Mannes im Barock.

Links: Ludwig XlV.
Rechts: Bauer 16. Jhd. und Rheingraf, englische Petticoatbreeches!

 


Ballkleidung von 1800. Die Dame trägt extravagante Kopfbedeckung. Der Mann noch mit Kniehose. Der Durchbruch der langen Hose dauerte relativ langsam.

Empire und Biedermeier

Einfachheit bedeutet zunächst nichts anderes als die Aufgabe der französischen aristokratischen Mode zugunsten der englischen Landmode. Aufwendige Stickereien und kostbare, schwere Stoffe, Rüschen und Spitzengeriesel verschwanden ebenso wie die Riesenhüte und die gigantischen und gepuderten Perücken; sie machten einfachen Stoffen, klaren Linien und schlichten Farben, dem eigenen ungepuderten Haar und kleinen Hüten Platz.
In den Jahren nach der Revolution setzte sich die lange Hose als Standard für Männer durch.


1820
Der Herr trägt einen blauen Rock, eine graugrüne Hose und einen Spazierstock.


Herr im Mantel 1820

 

Haute Couture

Das Bürgertum delegierte sogenannte Couturiers, die garantierten, dass man sich angemessen einrichtete, sich die richtigen Kunstwerke kaufte - und sich geschmackvoll anzog.

Links: Strassenkleidung 1853. Der Schwerpunkt der männlichen Figur ist der Oberkörper, der der weiblichen der Unterkörper, d.h. der ausladende Rock.

Amelia Bloomer versuchte Mitte des 19. JHD. die ersten Hosen für Frauen einzuführen - vergebens.

1894: Zum Radfahren trug die kühne Dame einen Hosenanzug

 

 

Die Mode wird modern

Links:
Das strenge Schneiderkostüm ähnelt dem Anzug des Herrn; 1913
Rechts: "Die Blasierten"; farbige Herrensmokings aus der "Gazette Du Bon Ton"; 1923

 

 

Mode heute

Mode für den Herrn ist heute leider immer noch sehr einfach, trist und ohne Röcke in der Herrenabteilung, obschon viele Modedesigner Röcke für Männer herstellen oder auf dem Laufsteg zeigen!! [Gaultier], [Westwood].
Wenn sich der Mann aber von den Scheinzwängen und den stumpfsinnigen Rollenvorgaben (für Knaben bzw. Männer) loslösen kann und somit emanzipiert, stehen ihm gerade soviel Outfitmöglichkeiten zur Verfügung wie den Damen!

 

 

 

 

 

 

Andere Kulturen

 

Mehr über Mode einst und jetzt..................  

 

 

 

Quellen Schnellkurs MODE Gertrud Lehnert 1998 DuMont Buchverlag, Köln
       
  Die Kulturgeschichte der Herrenmode Christine Gardner Fouqué Literaturverlag, Frankfurt a.M.; München; New York; Egelsbach
       
       
     

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